Wolgang Pointner

JAZZIT / WOLFGANG POINTNER QUARTETT


Die Rückkehr des Fingerfertigen

In jüngster Zeit hat sich der Gitarrist Wolfgang Pointner etwas rar gemacht. Sein bislang einziges Album "Trinity" datiert aus dem Jahre 1998. - Entsprechend groß war das Interesse am Freitag (20.10.) im Jazzit.

Von Oliver Baumann

23/10/06 Es war der zweite der drei Abende des "Jazzherbst" des JazzIt:Music:Club, in deren Rahmen - im Gegensatz zum "großen Bruder" -- Salzburger Jazzgrößen aufs Podium kamen. Wolfgang Pointner, Salzburgs Jazz-Gitarrist No.1., mengte gemeinsam mit Stephan Kondert (bass), Philipp Koppmajr (drums) und Burkart Frauenlob (keys) seiner unverhohlenen Liebe zum Bebop ein wenig "neue" Klänge bei.

Tatsächlich legt Pointner mit dem Opener "Heroin" zunächst einen dem Fusion-Jazz zurechenbaren Klangteppich aus, über den er den Abend hindurch einen beeindruckend kraftvollen Stil-Mix streut: Mal klingt 70er-Bluesrock durch ("Blues?"), mal schmeckt man die Ingredienzien einer Pop-Ballade ("Liebeslied"), da zeitgenössischen Modern-Jazz ("Kernfusion"), dort energiegeladenen Jazz-Rock ("Take That" oder ""Mobil"). Angetrieben durch die an Spielwitz brillierenden Konzert und Koppmajr entfaltet Pointner Soli, deren klare Melodieführung erfreut und amüsiert. Seine technische Brillanz und sein hörbarer Harmoniesinn erlauben ihm, auf effektheischende Wiederholungen zu verzichten, vielmehr baut Pointner auf solide Stimmführung. Seine Wurzeln im Bebop kann er dabei (glücklicherweise) nicht verbergen, das untermauern so wunderbare Stücke wie ""Gianella" oder ""Hersbruck", aus denen die Bedeutung der Namenspender für Pointners musikalisches Schaffen deutlich herauszuhören ist.

Wo Tradition und Innovationsdrang zusammenstoßen, geht Pointner mit Mut und Selbstbewusstsein daran, Stücken wie ""All of Me" oder ""Giant Steps" -- beide schon tausende Male auf den Bühnen dieser Welt dargeboten -- neue Themen und Grooves zu verpassen. Die Produkte daraus sind überaus hörenswert: "All for Me" huldigt durchaus überraschend dem Western-Country und "Giant Crab" wohl seiner eigenen Fingerfertigkeit.

Das Wolfgang Pointner Quartett überzeugt durch Spielwitz und virtuose Perfektion und die musikalische Erneuerung tut dem Gitarrenisten hörbar gut. Bleibt nur zu hoffen, dass er sich nicht wieder zu weit zurückzieht, sondern seiner Ankündigung nachkommt, nächstes Jahr mit dem neuen Material und seinem großartigen Quartett ins Studio zu gehen und ein neues Album zu produzieren. Nach dem beeindruckenden Bühnendebüt möchte man zweifellos mehr davon.

http://www.drehpunktkultur.at, 23.10.2006



Zeitungskritiken - Wolfgang Pointner-Trio


USA

„CADENCE“ February 2000:
Robert Spencer


...this trio puts a lot of funk into the opening track „Rumpelstilzchen“
...drummer Trattner is an enourmous precence
...the most interesting tracks are „Caravan“ and „Kapnismology“
...this is a pleasant disc!


BRD

„Münchner Jazz Zeitung“ März 2000:
Hans-Dieter Grünefeld


..mit unbekümmerter musizierfreude hat das Wolfgang Pointner Trio einige Standards und Eigenkompositionen aufgenommen
...ausgezeichnet ist etwa ein quirliger Dialog zwischen Bass und Gitarre auf „Kapnismology“


Österreich

„Conzerto“ November 1999
Woolf


...die CD hat mich sehr erfeut,
...ihr Produkt ist ehrlich, und es klingt als wäre es einfach gut Gitarre zu spielen, dieser Faktor wertet die CD noch mehr auf

NEWS

Neue Wolfgang Pointner Quartett CD MyMixture erschienen


Probehören:
Mobil
Hersbruck
Beate
Heroin

   -> CD Bestellen